Am Dienstag, den 07. Juli haben Teilnehmer:innen der Bielefelder Zaltho Sangha-Gruppe die Gehmeditation an einen Ort des Leidens praktiziert.

     Wir gingen zu einem Gebäude, welches zur Zeit des Nationalsozialismus in ein Arbeitslager umgebaut worden war. Von diesem Gebäude aus wurden auch Menschen deportiert.

     Während der Gehmeditation an diesen Ort des Leidens bemerkte ich, dass ich gleichzeitig auch einen Ort des Leidens in mir betrat: das Trauma der Gewalt des Krieges, welches meine Vorfahren durchlebt haben. Die Rezitation, die wir bei der Ankunft vor Ort rezitierten, und der Duft des Räucherstäbchens, fühlten sich an wie eine tröstliche Umarmung.

     Diese Orte im Außen und in mir zu betreten, schenkt mir die Möglichkeit zu schauen, wie sich das Leiden meiner Vorfahren noch heute in meinem Leben zeigt.

Sonja MyoZen Sterner