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Zaltho Sangha e.V.

Gemeinschaft für Frieden & soziale Aussöhnung

Am Tor zur Hölle

Der Weg eines Soldaten zum Zen-Mönch von Claude AnShin Thomas

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Thema: „Gemeinschaft als Weg zum Frieden“

Am Sonntag, den 7.Juli 2019 fand wie seit vielen Jahren das traditionelle interkulturelle und interreligiöse Europafest der Stadt Leverkusen statt. Bei schönem Wetter begann der Auftakt für das Fest mit dem Europäischen Gottesdienst im Spiegelsaal, den der Rat der Religionen ausgerichtet hat. Der Zaltho Sangha e.V. ist Mitglied dieses Rates, der das Ziel hat, dass die Religionsgemeinschaften der Stadt Leverkusen sich durch diese Art der Veranstaltungen und den damit verbundenen Dialog gegenseitig besser kennenlernen. 

Die Veranstaltung wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen eröffnet. Der Leitgedanke des diesjährigen Festes war "Gemeinschaft als Weg zum Frieden“. In den einleitenden Worten wies er darauf hin, dass es noch nie eine solange Periode des Friedens in Europa gegeben hat, und dass dazu die Europäische Union als Gemeinschaft von 28 Nationen unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Religionen wesentlich beigetragen hat.

Ramona RuZan Nolde hat für den Zaltho Sangha e.V. beim Europäischen Gottesdienst aus buddhistischer Sicht gesprochen. Sangha, der buddhistische Begriff der Gemeinschaft, ist ein wichtiger Bestandteil des Übungsweges. 

Hier ein persönlicher Beitrag von Ramona RuZan Nolde zu der Veranstaltung:

Als ich erfuhr, dass unsere 1. Vorsitzende, Marion GenRai Lukas, zum Zeitpunkt des Leverkusener Europagottesdienst  keine Zeit haben würde und auch kein anderer der erfahreneren Schüler*innen die Aufgabe eines Beitrags am Europagottesdienst übernehmen konnten, kam mir schon der Gedanke: „Ich könnte mich melden, aber eigentlich traue ich mich noch nicht.“ Selbstzweifel kamen da auf, die Angst etwas falsch zu machen und auch das Zögern mich in der Öffentlichkeit vor Publikum in dieser Rolle zu zeigen, waren Teil meiner Gefühle. 

Es vergingen ein paar Wochen. Das Thema wurde ebenfalls in der Vorstandssitzung des Zaltho Sangha e.V. besprochen. Weiter blieb der Platz offen. Auch Claude AnShin teilte seinen Wunsch mit, dass jemand die Verantwortung übernehmen solle. Außerdem wäre es ja auch schade, wenn der Zaltho Sangha e.V. im Rat der Religionen bei dieser wichtigen Veranstaltung nicht dabei wäre. 

„Wie wirkt das überhaupt, wenn wir nicht dabei sind?”, dachte ich mir. „Und das Thema “Gemeinschaft” ist ja wirklich auch in meinem Leben wichtig. Dann sollten wir, der Zaltho Sangha e.V., bei der interreligiöse Gemeinschaft dieser Veranstaltung auch mit dabei sein.“ 

Nun, ich musste mich schon überwinden, obwohl ich mich mit dem Gedanken grundsätzlich angefreundet hatte. Dann sollte ja auch noch ein Beitrag geschrieben werden. Da konnte ich auf die Unterstützung von Marion GenRai und Claude AnShin zurückgreifen, was mir sehr half. Im Schreiben selbst kam mir direkt eine Idee. Ich bin dabei sehr meiner Intuition gefolgt und war auch ermutigt, direkt von meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen zu teilen. Das gelang mir ganz gut. 

Am Tag selbst kamen viele Menschen zu dem Europagottesdienst. Einige bekannte Gesichter im Publikum lächelten mich ermutigend an. 

Mit den anderen Religions-Vertreter*innen gab es schon vor Beginn des Europagottesdienstes ein freundliches Miteinander, wo wir uns unterhalten und auch miteinander scherzen konnten. 

Besonders ist mir aber von dem Tag in Erinnerung geblieben, und das empfinde ich als so wichtig, dass wir in unseren Beiträgen, ohne sie miteinander abgestimmt zu haben, Gemeinsamkeiten hatten oder gar die gleichen Textpassagen aus den jeweils heiligen Büchern der Religionen benannten. 

Gemeinschaft empfinde ich als religionsübergreifend - ein Weg zum Frieden - und an diesem Tag haben wir gemeinsam darüber sprechen können. 

4 europagottesdienst

Notiz: Der Europäische Gottesdienst wurde als Video festgehalten. Der Beitrag von Ramona RuZan Nolde beginnt bei Minute 19: https://www.youtube.com/watch?v=r9u4CIQBe5c&feature=youtu.be